Manfred Gebhardt WR-O WirtschaftsRedaktion Oberpfalz Hauerstraße 24 92224 Amberg - 1998 – 2020

Greenpeace

Greenpeace-Analyse:
Mikroplastik in Meerestieren
Austern und Miesmuscheln bei Stichproben betroffen

Hamburg (ots|wro) - Stichproben von Miesmuscheln, Heringen und Austern aus dem Hamburger Fischhandel enthalten Mikroplastik. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Süddänischen Universität im Auftrag von Greenpeace (Link: https://act.gp/2Qpibzu). Greenpeace-Mitarbeiter hatten die Meeresfrüchte und Fische im November gekauft. Sie stammen laut Händlerangaben aus Nord- und Ostsee sowie dem Nordatlantik. Die insgesamt 72 Tiere wurden anschließend im Institut für Biologie der Universität Süddänemark in Odense untersucht. In sechs von zehn Austern, in acht von 20 Miesmuscheln und in zwei von drei Heringen wurde Mikroplastik nachgewiesen. In ebenfalls untersuchten, ungepulten Nordseekrabben, Garnelen und Grönland-Shrimps fanden sich keine Mikroplastik-Partikel. "Alles Plastik, das in die Flüsse oder in die Meere gelangt, egal ob aus Kosmetik oder Verpackungen, wird irgendwann zu Mikroplastik und kann dann auf unseren Tellern landen", sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace.

Deutschland ist Spitzenreiter
in Sachen Plastikmüll

In Deutschland fallen jährlich über drei Millionen Tonnen Plastik-Verpackungsmüll an. Jeder Deutsche verursacht rund 38 kg Plastikmüll im Jahr, der Durchschnitt in der EU liegt bei 24 kg. Landen Teile des Plastikmülls anschließend in Muscheln und Fischen, können nicht nur die Partikel selbst, sondern auch anhaftende Chemikalien ein Risiko für Mee-
resorganismen und Menschen darstellen. Die gesundheitli-
chen Risiken sind derzeit Gegenstand der Forschung. "Solange es keine eindeutigen Ergebnisse gibt, muss das Vorsorgeprinzip gelten. Mikroplastik kann man nicht aus den Gewässern entfernen. Es ist höchste Zeit, Produktion und Verbrauch von Plastik drastisch zu reduzieren. Den Anfang muss die Verpackungsindustrie machen", sagt Santen. "Kon-
zerne machen Profit mit Einwegverpackungen und sind damit für einen Großteil der Meeresverschmutzung verant-
wortlich". Greenpeace hatte bereits Anfang 2019 mit Schiffstouren im Pazifik und auf dem Rhein Hersteller
von Einwegverpackungen wie Nestlé und Unilever zur Kehrtwende aufgerufen.


.Mikroplastik weltweites Problem
in den Ozeanen

Jährlich landen zwischen fünf und 13 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer - entweder als Mikroplastik-Partikel oder größere Plastikteile. Letztere werden durch den Einfluss von Wind, Wellen und UV-Strahlung zu Mikro-
plastik zerkleinert. Die Teilchen können von vielen Meeresorganismen nicht von Nahrung unterschieden werden und landen durch direkte Aufnahme oder über die Nahrungskette in Fischen, Muscheln, Garnelen und Krabben. Greenpeace Türkei hat erst kürzlich in einer umfangreichen Studie nachgewiesen, dass sich auch bei Muscheln, Garnelen und Fischen aus dem Mittel- und dem Schwarzen Meer Mikroplastikpartikel nachweisen lassen (den Bericht in türkischer Sprache finden Sie hier: https://act.gp/2rtoppo).

WR-O Projekte:

TV Tipps

Weihnachtsgeschenk
für Sky Ticket Kunden: Zweiter paralleler Stream für Entertainment Ticket und Cinema Ticket freigeschaltet Weitrlesen

VOXverleiht seinem Nachmittag mit zwei neuen Beauty-Formaten ab dem 20.01. ein Touch-up - u.a. mit Boris Entrup Weiterlesen

Auf WR-O Magazin lesen Sie:

Bergfexstartet nach dem erfolgreichsten Jahr der 20-jährigen Firmengeschichte in
die neue Saison Weiterlesen

DesignFest by COUCH

Das "DesignFest by COUCH" präsentiert Design, Kreativität & Lifestyle für ein junges und trend-
bewusstes Publikum Weiterlesen